Neuheidnisch?


Besuchern unserer Seite, die uns nicht kennen, sei aufgrund der aktuellen Vorfälle gesagt, dass wir Spiritualität als etwas Ureigenes betrachten und wohl tatsächlich grundsätzlich als „heidnisch“ oder schlichter als „naturreligiös“ zu bezeichnen sind. Und dies geht definitiv auch ohne selbst den Guru zu markieren, andere grundsätzlich zu hassen, zu bekehren, das eigene zu verklären oder irgendwelchen ominösen esoterischen Zirkeln anzugehören. Was aber jedem Indianer, Mongolen oder Lappen zugestanden wird, bei denen einzelne von uns zeitweise gelebt haben, ist nun ausgerechnet in einem Land, das Demokratie und Religionsfreiheit in seinem Grundgesetz verspricht, scheinbar wieder zu einer Existenzfrage geworden.

Allein mit der Begründung, dass im Grunde wenige Extremisten sich über diese Richtung etablieren könnten, werden Millionen andere, durch ebenfalls nicht minder verblendete Extremisten und Hasser, für unmündig erklärt.

Aufgrund der jüngeren deutschen Vergangenheit darf es - nach 64 Jahren scheinbar schlimmer denn je - selbst unter angeblich gebildeten  Menschen mittlerweile keine Vernunftlösungen mehr geben.

Es war nicht das erste Mal, dass Skandalreporter versucht haben, über die Schiene Germanen/ Wikinger = Heiden = Rechts ihre billige Schlagzeile zu machen und wird auch wohl nicht das letzte Mal gewesen sein.

Wo aber ein Mensch – und diesen Spruch habe ich bei „heidnischen“ Indianern gelernt –
egal welcher Rasse oder Konfession - sich tatsächlich nach seinem Herzen hinkniet und betet, ist dies unantastbar.

Primitiv? Vielleicht sollte man – wenn nun seit Paderborn „indogermanisch“ als „völkischer und immer mit Blut verbundener“ Begriff abgeschafft werden soll, auch über diese Klassifizierung nachdenken.

Apropos Klassifizieren – wer teilt gerade wieder wen mustergültig in Gut und Böse ein, wer ist es, der tatsächlich diskriminiert?

Filmtipp: Black Robe – am Fluss der Irokesen