Stellungnahme

An die Redaktion des ZDF Kulturmagazins Aspekte,

speziell Herrn Berkel.

Nach wie vor bin ich mehr als besorgt über ihren Stil und ob hierbei eine objektive Berichterstattung herauskommen wird.
Trotz einem Appell durch Vertreter der archäologischen Fachverbände an sie wurde weder bei diesen, noch bei der Stadt Paderborn nachgefragt, ob die Anschuldigungen von Herrn Banghard auch tatsächlich in diesem Umfang gerechtfertigt sind.

Weiterhin bedenklich erscheinen mir Aussagen ihrerseits, wonach sie beispielsweise auf „finanzielle Nachteile“ Angeschuldigter keine Rücksicht nehmen können, dazu die Beschaffenheit ihrer Fangfragen, die allzu deutlich die Handschrift von Karl Banghard tragen.

Daher an dieser Stelle noch einmal meine Aussagen in ergänzter und schriftlich fixierter Form:

Dass es Standarten „vexillum“ über Jahrhunderte speziell für Auxiliareinheiten gab, war ihnen nicht bekannt; auch nicht, dass beispielsweise bei Prokop auf „Wisand den Bandalarius“ hingewiesen wird.

Siehe Anlage 1

Dazu empfehle ich die Lektüre des Reallexikon über „Feldzeichen“, wo unter anderem bei Beda 3, 11, ein vexillum für das Jahr 641 genannt wird. Weiterhin werden dort zumindest für die karolingische Epoche westfränkische Feldzeichen vorausgesetzt:
„comes, qui regium vexillum ferebat »

Unsere Fahne zeigt zwar authentische Motive auf der Grundfarbe schwarz (nicht rot oder weiß!) und ist weitgehend in grau gestickt, sie hatte aber nie den von Banghard unterstellten musealen Anspruch. Hierüber eine „Einkaufsmentalität“ führender Museen zu instrumentalisieren und unsere übrige Leistung auf niederstes Niveau abwerten zu wollen, ist eine weitere dreiste Frechheit.

Die Fahne wurde für große Treffen historischer Gruppen als Wahrzeichen in grober Wolle gearbeitet und wird genau in der (römischen Ursprungs -) Form verwendet, wie es zahllose Reenactmentgruppen, freiwillige Feuerwehren und Schützenvereine bis heute ebenfalls tun.
Neben den Füssen fehlen bei diesem unter Zeitdruck improvisierten Stück im übrigen auch die Ohren des Wolfkriegers – ein weiterer Hinweis auf eine angebliche Nähe zu einer SS Standarte?

Da sie mich nach diesem Thema auf meiner Satteldecke festnageln wollten um scheinbar weiterhin „rechte Tendenz“ unterstellen zu können, ein weiterer fachlicher Nachtrag:

Hätten sie über ihre einseitige Indoktrinierung hinaus wirkliche Fachleute angesprochen, wäre ihnen vielleicht aufgefallen, das sich neben wenigen stilisierten Reiterdarstellungen eine ganze Reihe von Geschirrbeschlägen erhalten haben, die im Gegensatz zu zeitgenössischen Bildnissen wiederum eine große Anzahl an Swastiken zeigen. Sei es auf Riemenverteilern oder beispielsweise Sporen.

Weiterhin zeigt beispielsweise die Silberschale von Isola Rizza gar keinen Sattel, die es aber in verschiedensten Ausführungen gab, dasselbe gilt für den Reiterstein von Hornhausen und Schildbeschläge aus Lucca San Romano, die ebenfalls keine Sättel, geschweige denn Decken zeigen.

Neben allgemein erhaltenen Bortenresten – worauf ich sie hingewiesen habe – hat mich Keramik mit Pferdchendarstellung und ein bekanntes Mosaik mit einem Hakenkreuzähnlichen Zeichen auf der Pferdeflanke zur Gestaltung meiner Decke inspiriert.

Wenn selbst auf kleinsten metallenen Zierflächen dieser Epoche Swastiken als zeitgenössisches Motiv in großer Anzahl erhalten geblieben sind, warum sollten sie dann nicht auch auf größeren textilen Flächen gezeigt worden sein?
Es dürfte dann auch nicht erlaubt sein, beispielsweise Motive im ebenfalls zeitgenössischen Tierstil oder Kruzifixe vergrößert auf Schilde oder Kleidungsstücke zu übertragen.

Diese spießbürgerliche Kleinkariertheit nervt und wollte man sie befolgen, dürften wohl die meisten Darsteller lediglich Stofffetzen auf Plastikfolien kleben, dazu einen Plexiglasschild.

Zur immer wieder von ihnen hervorgebrachten Anschuldigung über das Zahlenverhältnis zwischen Funden mit und ohne Swastika: Dies wurde wohl nie offiziell ermittelt und erscheint mir lediglich als weitere Erbsenzählerei, um unsere Arbeit herabzuwürdigen. Von gut 50 – 60 Schwertern unserer Gruppe zeigen gerade 2 eine Swastika, ähnlich verhält es sich mit den Repliken von Pferdezaumzeugen. Nach Originalbefunden rekonstruiert wurden von uns Unterzaumzeuge von Kassel - Niederhohne, Ittenheim, Niederstotzingen 6 und Olk, ohne jegliche Swastiken. Ein Unterzeug, das den „sieghaften Reiter“ von Pliezhausen zeigt, wurde mit einem zeitgenössischen Wirbelmotiv ergänzt. (Entnommen aus Margarete Klein - Pfeuffer, S. 93, wo sie noch weitere Beispiele finden)

Bei den Kopfzeugen ist Niederstotzingen 9 das einzige mit einem Wirbelmotiv, es gibt bei uns noch weitere aus Alach, Herbrechtingen, Niederstotzingen 6, Sontheim/ Brenz , Krefeld- Gellep 1782, Ittenheim und Vendel 14 - ebenfalls fast gänzlich ohne Swastiken und das ein oder andere ist wiederum christlich zu deuten. Wie also ist das prozentuale Verhältnis hier? Warum haben wir nicht lieber einige andere Kopfzeuge mit Swastiken aus der Anlage rekonstruiert?

Zur angeblich „pragmatischen Verwendung“ (Banghard) bzw. der „zweifellos transportierten Botschaft“ über das Hakenkreuz (Jockenhövel) habe ich ihnen mitgeteilt, dass wir nach dem Jahre 2002 einen größeren Konvolut von ca. 20 Borten von einer russischen Reenactmentgruppe übernommen haben. Hiervon zeigen ca. 10 Borten meist linksdrehende Swastiken oder solche mit „Tierköpfchen“ wie sie auf Originalvorlagen aus Birka, dem Balthildengrab, Snartemo oder späteren slawischen Borten vorgegeben sind. Da wir nicht nur Frühmittelalter, sondern auch Kelten, Wikinger und Slawen darstellen, lag uns daran, die beständige Kontinuität von Swastiken ab der Keltike bis in das Mittelalter aufzuzeigen. Hierbei ging es jedoch zu keiner Zeit um einen „rechten“ Hintergrund oder eine Reinwaschung von Verbrechen, sondern darum, dass dieses alte Glücks – und Sonnensymbol keinen rassistischen Ursprung hatte und gerade auch von Völkern benutzt wurde, die nach der Naziideologie sog. „Untermenschen“ hätten sein sollen.
Es gibt wohl kaum ein schlagenderes Argument, um rechtsradikale Weltbilder in Frage zu stellen. Aus diesem Grunde habe ich seinerzeit mit einer russischen Freundin mehrere führende Häuser aufgesucht und dafür geworben, gemeinsame Auftritte mit Russen und Polen zum Thema Germanen und Slawen zu arrangieren, um noch immer gängige Vorurteile abzubauen. Die Tat eines Rassisten oder Rechtsradikalen?
Ist daher führenden Fachleuten, die mir vertraut haben, ein Vorwurf zu machen?
Die Fachwelt und einzelne Vertreter brauchen sich nichts vorzuwerfen, besonders auch nicht die Stadt Paderborn, die nach arglistigen und schwammigen Anschuldigungen Verfassungsschutzabfragen gestartet hat und deren Vertreter zu Besuch in meinem Haus waren.

Man braucht keine Rassisten und Ariosophen, aber auch keine Agitatoren, die geschickt Medienspektakel inszenieren, um sich selbst zu erhöhen und alle anderen mit der Nazikeule zu bedrohen.

Nur ein sachlich geführter Dialog über dieses Thema kann zur Vernunft zurück führen, die neuesten EU Urteile und ein offenerer Umgang im Ausland, wie ich ihn kennen gelernt habe, weisen hier in die richtige Richtung.

Die Herren Banghard und Jockenhövel hätten jederzeit das Thema in sachlicher und demokratischer Form in die Fachverbände tragen können, mit Sicherheit wären für alle Beteiligten nach entsprechender Anhörung eine Vernunftlösung gefunden worden, ohne uns die Existenz zu vernichten und größeren Schaden am Image des Reenactment, bzw. der Archäologie anzurichten.

Dies lag aber anscheinend nie im Sinne von Herrn Banghard und dessen Mitstreitern innerhalb des „Archeoforum“.
Die (Ulfhednar) sind Konkurrenz, die müssen weg, egal wie, heisst es dort seit 5 Jahren intern. Doch sind es immer mehr Personen, die angewidert von den allgemeinen Umgangsformen dort aussteigen und von denen jeder Offizielle erfahren kann, was sich hinter diesen Kulissen so alles tut.

Mehr als widersprüchlich ist zudem, wenn man einerseits Journalisten beeinflusst, Artikel wie „Brauchtumsfahne ähnelt SS Sandarte“ zu verfassen, in denen das Hakenkreuz als niemals wieder verwendbares „Unzeichen“ erscheint, es aber selbst vielfach auf eigenen Bildern, sowie einer Buchpublikationen zeigt.

Da sie, lieber Herr Berkel, scheinbar so viele Hakenkreuze auf unseren Kleidern bei Fernsehausstrahlungen zählen und sich damit hervortun, die genauen Sendetermine recherchiert zu haben, möchte ich nun von ihnen wissen, warum beispielsweise allein auf dem Titelblatt des Buches „Bunte Tuche, gleißendes Metall“, 18!!!!!! Swastiken gezeigt werden müssen? Darunter solche, die ebenfalls nicht „krakelig“ sind und direkt an das 3. Reich erinnern? Das zählen der Swastiken im inneren dieses Werkes überlasse ich nun ihnen.
Es ist übrigens kein Irrtum – Karl Banghard wird auf S.121 als Autor an 1. Stelle genannt und tut sich in seinem Vorwort gegen „Schottenrocker“ hervor, scheinbar eine persönliche Aversion.
Wie ist zudem zu beurteilen, dass im VS-Books Verlag auch durchaus militärische Bücher verlegt werden, u. a. WK 2?

Weiterhin kein Zufall ist in diesem Buch die Mitarbeit eines Jörg Nadler, Abgekürzt JNa., S. 128. Dieser hat gemeinsam mit einem Herrn Andreas Specht einen Schmähartikel gegen uns in der taz unter dem Titel „Der Nazi im Kettenhemd“ herausgebracht. Ein Titel, der ihnen bekannt vorkommen dürfte. Specht ist - wie Dornbusch und Raabe (der „Fotograf“ von Paderborn!) - Autor des Antifa Blattes „Der Rechte Rand“, das unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes steht.

Wie beurteilen sie diese Angelegenheit, in welcher Beziehung stehen sie zu diesen Personen?


Dornbusch, Christian/Killguss, Hans-Peter: Unheilige Allianzen. ... rat
(reihe antifaschistischer texte), UNRAST-Verlag, Hamburg/Münster 2005. ...
www.unrast-verlag.de

Fabian Virchow/Christian Dornbusch (Hrsg.) ...
Die RechtsRock-Experten Jan Raabe und Christian Dornbusch geben einen ....
contact@antifa-netzwerk.de ...
www.antifa-netzwerk.de


Definitiv sind Raabe und Dornbusch die Hauptinformanten/ Quellen von Hoppadietz, Mölders und Banghard, die wiederum scheinbar mit weiteren Archäologen vernetzt sind.
Wenn hier von Demokratie gesprochen wird, dann riecht diese nach jener, die man in der DDR praktiziert hat und es ist an der Zeit, dass Demokraten/ Archäologen der BRD endlich aufwachen und sich gegen diese Bedrohung zur Wehr setzten.

Alles was gegen uns oder viele andere vermeintliche “Neuheiden“ ohne jegliche Nachfrage veranstaltet wurde, war ein hinterhältiger Vernichtungsfeldzug bis in die USA, einzig darauf angelegt, Empörung zu erzeugen und uns mit bloßen Anschuldigungen in der Fach –wie Medienwelt hinzurichten. Die Basis aber war eine allzu menschliche – Neid und Geltungsbedürfnis, angeheizt durch politischen Extremismus.
So wurde sich beständig über unsere Bild – und Kopierrechte hinweggesetzt, dazu gezielte Lügen ausgestreut, pauschalisiert und mit Diskriminierung gearbeitet: Angebliche Bedrohung mit Hunden, Menhir = NS Black Metal, politisch bedenklich, etc.. Dass diese Band trotz eines nicht näher überprüften Grußwortes an „Graveland“ keine weiteren Beziehungen zu diesen unterhält und schon gar nicht deren abgründiges Weltbild teilt, wissen die „Rechtsrockexperten“ Raabe und Dornbusch selbst am genauesten.

Sollten sie nun als Vertreter einer öffentlich rechtlichen Fernsehanstalt in dieselbe Richtung tendieren und uns derart zerreißen wollen, kündige ich ihnen hiermit ernsthafte rechtliche Schritte mit entsprechenden Schadenersatzforderungen an.

Abschließend sei gesagt, dass ein aufrechter Kampf gegen Rassismus und Menschenverachtung – wie auch wir ihn führen - edel und notwendig ist. Wenn dies aber in Wahn und Besessenheit ausartet, beständig Gesetze dieses Staates verletzt, schließlich zu offenen Angriffen, wie unterschwelligen Bedrohungen führt, gehört diesem Treiben ein entschlossenes Nein und Handeln aller Bürger entgegen gesetzt.

Alle Familien unserer polnischen und tschechischen Mitglieder waren von der Unterdrückung durch die Naziherrschaft betroffen. Die Väter von englischen Mitgliedern wurden im 2. Weltkrieg teilweise schwer verwundet, der Vater eines Franzosen war in der Resistance. Gerade deswegen sind wir eine internationale Gruppe, zu der auch ein Sinti und Roma sowie eine Thailänderin zählen. Diese Zusammenführung war mein Werk von Herzen und alle heutigen Ulfhednar wissen über Europa als Kulturdrehscheibe und was man garantiert nicht braucht - Verführung und Unterdrückung durch Radikale und Geltungsbedürftige, egal aus welchem politischen Lager oder Umfeld solche Leute stammen.

Vielleicht sollten sich vorgebliche Demokraten wie Banghard, Dornbusch, Raabe, Grabolle, Halle, Hoppadietz, Mölders, sowie der Kirchenmann Beer, die meisten gut verdienend an staatlichen Geldern, zukünftig Gedanken machen und zuerst auf Leute zugehen, nach Ursachen fragen, danach urteilen und anstelle von Hexenjagd und Scherbengericht mit anschließender Existenzvernichtung, auch einmal Lösungsvorschläge anbieten.

Rechtsrock im allgemeinen ist sicher nicht die Ursache, sondern ein Auswuchs gesellschaftlicher Missstände und nach diesen Vorgehensweisen ist einmal mehr gewiss –einen Rechten Rand, samt Hass und Kirchenaustritten, bauen und befüttern vor allem jene, die nur mit einem Auge hinsehen, keine Perspektiven bieten, dafür aber am lautesten schreien.

Als Mann, der selbst einer sog. Subkultur entstammt und viele dort hat scheitern sehen, werde ich mir auch zukünftig vorbehalten, mit Leuten zu reden, die sich von dort weg bewegen wollen und nach Perspektiven suchen. Und dies ohne Ansehen von Hautfarbe, Tätowierungen oder früheren Einstellungen. Charakter und Ehrlichkeit interessieren mich, Werte die ich bei Herrn Banghard und seinem Umfeld nicht feststellen konnte.

Arian Ziliox

Ulfhednar Vorsitzender, den 16.01. 2009