Kelten der Hallstatt- und Latènezeit



Das bisher noch nicht veröffentlichte Pferdehalfter von Wintrich / Hunsrück als Ulfhednarrekonstruktion, es wird um 450 v. d. Z. datiert.

Unser Dank für ihre Mithilfe geht an Professor Egg und Dr. Martin Schönfelder am Römisch- Germanischen Zentralmuseum in Mainz.

Den Bronzeguss übernahm Rolf Bulker aus Nidda (harte und heiße Nächte!), dem ebenfalls unser besonderer Dank gilt!!!!
Lederarbeit, Montage, Anpassen: Helfert, Brückmann, Ziliox



Keltisches Pferdezaumzeug aus Ecury sur Coole in Frankreich, welches ebenfalls in die Frühlatene datiert.
Es hat aber dennoch eine Besonderheit: Die auf die Trensenbügel aufgesetzten mächtigen Stangenhülsen stammen aus einem Frühlatene Ringwall in Rittershausen / Hessen.
Es ist der Heimatort von Arian Ziliox.

Diese Trensenbügel waren im Original aus Holz und mit dünnem Bronzeblech verkleidet. Auch die Stangenhülsen waren aus dünnem Bronzeblech getrieben.

Bronzeguss: Rolf Bulker
Lederarbeit, Montage, Anpassen: Helfert, Brückmann, Ziliox

Erste Gehversuche, noch ist das Gebiss ungewohnt!




Action!!!

Links:
Garrelt van Greij mit einem typischen Lateneschwert;
Andreas Brückmann mit einem Lederpanzer und einem aufwendigen Gürtel vom
Glauberg, Grab 2


Rechts:
Peter Baumann mit einem Gürtel aus Hochscheid / Hunsrück; Andreas Helfert mit seinem selbst gebauten Leinenpanzer, wie ihn der der Fürst vom Glauberg / Hessen trug!

Arian als Krieger der Frühlatene: Markantes Markenzeichen der Fürsten jener Zeit waren die hohen spitzen Helme vom sog. „Typ Berru“ (benannt nach einem berühmten Fundort in Ostfrankreich). Sie kommen auch in Deutschland als Flussfunde u. a. vor, kombiniert wurde er hier mit einem Lederpanzer, wie ihn auch die beiden Andis auf den Bildern zuvor tragen.
Die Panzer fallen durch ihre wuchtigen Rücken- bzw. Schulterplatten auf; in dieser Form werden sie häufig auf zeitgenössischen Steinstatuen dargestellt, von denen jedoch die meisten durch sog. christliche Bilderstürmer zerstört wurden und heute nur noch als Fragmente erhalten sind.
Tatsächliche keltische Panzerfunde aus jener Zeit gibt es allerdings nicht.
Es muß daher offen bleiben, ob sie aus Leder oder Leinen waren, oder ob die Kelten auch schon metallene Panzer dieser Art wie Skythen oder Griechen trugen.
Der Gürtel von Arian zeigt das berühmte „Herr der Tiere“ Motiv  (Fundort Tirol – durchbrochene 3- eckige Gürtelhaken kommen zu dieser Zeit aberüberall in Europa vor).
Der Gürtel wurde in verzierte Ösen eingehakt und war mit einer Koralle verziert.
Oft waren auch die Schwertgriffe und Halteklammern der 3- teiligen metallenen Schwertscheiden mit Korallen verziert.
Interessant ist auch das gekrümmte Messer: In den Berru- bzw. Marnegräbern waren sie häufig in ein mitgegebenes totes Schwein gesteckt, das als Wegzehrung ins Jenseits diente.
Phillip stellt hier einen einfacheren Krieger der Latenezeit dar, wobei man anmerken muss, dass unsere Carnyx, die von Stefan Jaroschinski aus Rosenheim angefertigt wurde, offiziell in das 2./1. J.h. v. d. Z. datiert.
Gleiches gilt für die „gekelkten“ Krieger auf den folgenden Bildern!



Gruppenbild


Stickel als Kopfjäger
"Headcult"
Garrelt / Brückmann: keltische Reiterkrieger, als Sättel benutzten wir Sitzkissen nach skythischer Art.




Hallstatt trifft Frühlatene:
Stefan Jaroschinski als späthalltstattlicher Fürst um 600 v.d.Z. - Arian Ziliox als Frühlatenefürst um 450 v.d.Z.






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